Monday, 31 July 2017

{German} Whisper - Isabel Abedi

Geisterhafte Mystery in einem kleinen Dorf.

Für Fans von: Die letzte Nach - Isabel Abedi
Veröffentlichung: 2005
ISBN3401053698 
Seiten: 275
Goodreads

KlappentextEine unwirkliche Stille liegt über Whisper, dem alten Haus, drückend und gefährlich. Als Noa es das erste Mal betritt, ist sie gleichermaßen ergriffen von Furcht und neugieriger Erwartung. Doch niemand außer ihr scheint zu spüren, dass das alte Gebäude ein lang gehütetes Geheimnis birgt ...
Nicht nur von einem geheimnisvollen Haus, auch von einem nie geklärten Mord, von menschlichen Leidenschaften und einer großen Liebe erzählt Isabel Abedi in "Whisper". Meisterhaft versteht es die Erfolgsautorin ihre Leser in eine mysteriöse, kaum auszuhaltende Spannung zu versetzen. Nicht ohne Grund ist "Whisper" für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und von der Presse hoch gelobt worden. Ein ungewöhnliches und großartiges Buch.


Meinung
Cover: Was der fallende Edelstein da soll, versteht man erst, wenn man das Buch gelesen hat. Ich mag diese Schlichtheit, nur die Schriftart gefällt mir nicht ganz. Der Titel bezieht sich auf das Haus, das die Hauptfigur Noa so nennt, aber bis zum Schluss habe ich nicht verstanden, warum sie den Namen passend findet.

Inhalt: Die Handlung von Whisper hat mich stark an Die Längste Nacht erinnert, Isabel Abedis neuesten Roman. Es gibt viele Parallelen: Ein Mädchen kommt neu in ein Dorf, wo es bald auf ein dunkles Geheimnis stößt. Es geht um einen ungeklärten Mord, bei dem ein ungewöhnliches Mädchen umgebracht wurde, in dessen Schatten die neugierige Protagonistin steht. An ihrer Seite steht ein (natürlich) gut aussehender Kerl, in den sie sich verliebt. Die Dorfbewohner verhalten sich verdächtig, jeder scheint etwas zu wissen, keiner will aber etwas verraten. Unbekannte Verwandtschaftsverhältnisse werden aufgedeckt. Hier hat die Protagonistin Höhenangst, dort hat sie Angst vor dem Fallen. Ein VW-Bus kommt auch in beiden Büchern vor.
Hätte ich vorher nicht Die Längste Nacht gelesen, hätte mir Whisper vielleicht ein bisschen besser gefallen. Wobei es mir umgekehrt nicht anders gegangen wäre.

Selbstverständlich hat Whisper auch viel Neues zu bieten, sonst hätte ich es nicht gelesen. Ich mochte die Idee mit dem Geist, der mit Noa und David mittels Gläserrücken kommuniziert. Die Tagebucheinträge am Anfang jedes Kapitels haben auch hervorragend dazugepasst. Sie hatten fast immer eine Gemeinsamkeit mit der Handlung in der Gegenwart, und wenn es nur das Wetter war.

Die Protagonistin Noa war mir gleich sympathisch. Sie hat eine selbstbewusste Art, mag es aber nicht - im Gegensatz zu ihrer Mutter - im Rampenlicht zu stehen. Außerdem ist sie abenteuerlustig und neugierig, was die Handlung schnell vorantreibt. Fotografie ist ihre Leidenschaft und die Autorin scheint hierbei gut recherchiert zu haben.
Ihre Mutter Kat ist auch eine ganz besondere Figur, so ganz anders als Noa, aber sie haben mehr gemeinsam als ihnen beiden lieb ist.
Alle Charaktere hatten schon vor Beginn des Romans eine Vergangenheit, was wirklich toll miteingebunden wurde. Dadurch wirkten sie besonders realitätsnah.

Schreibstil: Isabel Abedis Stil hat mich schon in Die Längste Nacht begeistert. Ihr gelingt es meisterlich, ein Bild zu malen, das man ganz klar vor sich sieht.

Bis zum Schluss hatte ich wirklich keine Ahnung wer der*die Mörder*in ist. Wobei ich die endgültige Auflösung dann doch etwas an den Haaren herbeigezogen fand.
Es gibt nicht ein zähes Kapitel oder einen überflüssigen Satz. Die Spannung wird immer beibehalten und ich konnte das Buch wieder einmal kaum aus der Hand legen.
Nur leider kann die Autorin nicht das Selbe und das Gleiche auseinander halten.

Mein Fazit: Ich hoffe, dass sich in Isabel Abedis anderen Büchern nicht auch so ein Handlungsmuster abzeichnet, denn ich werde sie bestimmt alle lesen!

Meine Bewertung: 4/5 Knöpfe

{German} Die Worte der Weißen Königin - Antonia Michaelis

Die herzergreifende Geschichte eines Jungen, der so gerne ein Adler sein möchte.

Für Fans von: Bröderna lejonhjärta - Astrid Lindgren, Tintenherz - Cornelia Funke
Veröffentlichung: 2011
ISBN: 3789142913
Seiten: 272
Goodreads

KlappentextNiemanden beneidet Lion mehr als die Seeadler, wenn er sie beobachtet, wie sie hoch am Himmel kreisen, so frei und glücklich. Bei ihm zu Hause in dem Dorf an der Ostsee gibt es nicht viel, auf das man neidisch sein könnte. Immer häufiger verwandelt sein Vater sich im Alkoholrausch in den gewalttätigen schwarzen König, der Lion misshandelt. Als er es nicht mehr aushält, flüchtet Lion in den Wald zu den Adlern. Doch das Leben dort ist hart und immer wieder denkt Lion an die weiße Königin, die alte Frau, die ihm einst so wunderbar vorgelesen hat. Durch sie hat er den Zauber der Worte, ihre Wärme und Kraft entdeckt Antonia Michaelis erzählt eine tief berührende Geschichte über familiäre Gewalt und die Kraft, sich zu befreien Eine sprachlich brillante Hommage an die Macht der Worte und der Fantasie.


Meinung
Cover: Es ist eher schlicht gehalten, was gut zur Stimmung im Buch und dem Stil der Autorin passt. Nimmt man den Schutzumschlag ab, ist der Ast noch da, der Junge aber nicht mehr. Auch die Umrisse des Adlers auf der Rückseite verschwinden auf diese Weise.

Inhalt: Lions Kindheit ist keine leichte. An seine Mutter kann er sich kaum erinnern und sein Vater distanziert sich mehr und mehr. Als er seinen Job verliert, fängt er zu trinken an und verwandelt sich - in Lions Augen - in den schwarzen König. Dann schlägt er Lion auch, fügt ihm furchtbare Verletzungen zu.
Nur zwei Personen geben ihm Kraft: Einerseits ist da eine ältere Dame, die Lion die weiße Königin nennt und die einmal pro Woche in der Kirche Geschichten vorliest. Andererseits ist da auch Olin, Lions Schwester, die ganz allein seiner Einbildung entsprungen ist. Aber dank der weißen Königin hat er ein Ziel vor Augen und Olin ist so etwas wie sein Gewissen und seine Motivation.
Dann ist da natürlich Rikikikri der Seeadler. Mit seiner Zähmung bekommt Lion eine Aufgabe und auch einen Freund, der ihn beschützt.

Ich habe sehr mit Leon mitgelitten, aber manchmal war es auch ein bisschen frustrierend. Da wäre ich wie Olin gerne neben ihm gestanden und hätte ihn angebrüllt, dass er endlich etwas tun soll, dass er weglaufen soll oder sich wehren soll.
Dann begegnet er auch mehrere Male dem Jungen mit dem MP3-Player und fragt ihn nie, wie die weiße Königin heißt, daran denkt er nicht mal.

Obwohl er Angst vor dem schwarzen König hat, will er ihn nicht kampflos aufgeben. Er weiß, dass sein Vater irgendwo in diesem brutalen, hasserfüllten Körper steckt. Er begegnet ihm nicht mit Wut und noch mehr Hass, sondern mit Liebe. Das fand ich wirklich schön.
Am Ende musste ich beinahe weinen, ja, es hat mir fast das Herz zerrissen.

Schreibstil: Das Buch hat einen sehr ernsten, aber irgendwie auch poetischen Ton. Wir erleben die Handlung aus Lions Sicht, was - wie ich finde - sehr realistisch dargestellt ist.

Es geht vorrangig um die Macht der Worte und auch die Vorstellungskraft. Oft war ich mir nicht sicher, wie viel davon echt ist und wie viel Lion sich einbildet. Das wird auch nicht aufgelöst, bis auf Olin, die außer Lion niemand sehen kann. Aber was echt ist und was nicht, das spielt gar keine Rolle, weil alles wunderbar harmonisiert. Man braucht sich einfach nur zurücklehnen und kann das Buch auf sich einwirken lassen, ohne großartig darüber nachzudenken.

Von Antonia Michaelis kannte ich vor diesem Roman noch gar nichts, habe auch noch nie etwas von ihr gehört. Das Buch habe ich zufällig bei Tedi gefunden und da es nur 2€ gekostet hat, habe ich es mitgenommen. Ich wurde nicht enttäuscht! Von dieser Autorin werde ich in Zukunft sicher noch mehr lesen!

Mein Fazit: Kein Buch, das man einfach so unterwegs liest. Das sollte man wirklich in Ruhe tun und sich Zeit dafür nehmen!

Meine Bewertung: 4/5 Knöpfe

Thursday, 27 July 2017

{German} Der Pakt (Feuer & Glas #1) - Brigitte Riebe

Ein mystisches Abenteuer im mittelalterlichen Venedig

Für Fans von: Herr der Diebe - Cornelia Funke, Die Fließende Königin - Kai Meyer, Der Kuss der Russalka - Nina Blazon
Veröffentlichung: 2012
ISBN: 3453267389
Seiten: 384
Goodreads

Klappentext: Venedig im Jahr 1509: Ein machtvolles Glasartefakt und die letzte Erinnerung an einen verschwundenen Vater … Eine uralte Fehde zweier verfeindeter Völker … Und ein Mädchen, das nicht ahnt, dass es den Schlüssel zur Rettung Venedigs in seinen Händen hält...
Für die sechzehnjährige Milla scheint die Zeit stehen zu bleiben, als sie an einem heißen Frühlingstag dem jungen Gondoliere Luca begegnet. Wie ein Aristokrat aus einer anderen Zeit gleitet er, gemeinsam mit einer Katze, auf einer blauen Gondel durch einen stillen Kanal. Milla ist verzaubert und kann den jungen Mann nicht vergessen. Als kurze Zeit später dieselbe geheimnisvolle Katze im kleinen Lokal ihrer Mutter und Tante auftaucht, folgt sie ihr durch die Gassen Venedigs. Sie gelangen zu einem reichen Stadthaus – und Milla sieht Luca wieder. Er ist jedoch nicht allein, und plötzlich wird Milla in den Strudel dunkler Vorkommnisse um das Ende der mächtigen Lagunenstadt gezogen. Stammt sie wirklich von den Feuerleuten ab, die seit jeher gemeinsam mit den Wasserleuten Venedig beschützen? Was empfindet Luca, einer der Wasserleute, wirklich für sie? Und hat all das mit dem Verschwinden ihres Vaters zu tun? Zwischen Liebe und Zweifel hin- und hergerissen, kann Milla niemandem vertrauen – außer einer Katze und ihrem Gespür für die Wahrheit...



Meinung
Cover: Ich bin ja bekanntlich kein Fan von Gesichtern auf Buchumschlägen und hier geht es mir nicht anders. Die Person hier hat zwar rote Haare, aber im Buch wird beschrieben, dass Milla Locken hat. Das sind höchstens Wellen.
Und warum ist sie so stark geschminkt? Wir befinden uns im 16. Jahrhundert, noch dazu lebt Milla in sehr einfachen Verhältnissen. Dass sie sich Make-Up leisten kann, bezweifle ich stark.
Allein am Cover erkennt man nicht, in welcher Zeit das Buch spielt. Normalerweise sieht man sofort am Cover, zu welchem Genre die Bücher gehören.

Inhalt: Eigentlich passiert in diesem Buch nicht viel, obwohl es so lang ist. Mitunter ist es wirklich zäh wie Kaugummi und vieles wiederholt sich. Hätte man es um hundert Seiten gekürzt, wäre es wirklich spannender gewesen.

Die Hälfte des Romans läuft Milla nur durch die Gegend, kommt es mir vor. Oft rennt sie von einem Ort weg und dann gleich wieder zurück. Außerdem will sie immer überall alleine reinrennen, obwohl Luca ihr seine Hilfe anbietet und dann wird sie doch wieder nur entführt, gefesselt oder betäubt. Als ob sie nicht daraus lernen würde.
Generell fiel es mir schwer, mich mit den Figuren zu identifizieren, vor allem mit Milla. Sie ist stur, aber die nervige Art von stur. Trotzig sein kann sie wie ein Kind und sie scheint nie richtig zu wissen, was sie will.
Was sie so toll an Luca findet, erschließt sich mir nicht ganz. Außer dass er natürlich wunderschln ist, wie es sich für den Love Interest der Hauptfigur gehört *kotz*. Man erfährt so gut wie nichts über ihn oder seine Interessen. Nun, das wissen wir auch nicht von Milla, außer dass sie von ihrem Vater das Glasblasen gelernt hat. Aber arbeitet sie gerne in der Taverne oder würde sie nicht lieber etwas ganz anderes machen?

Marco hätte ein viel interessanterer Charakter sein können, so ein zwielichtiger Typ, der weder richtig gut noch böse ist. In seiner Position hätte das gut der Fall sein können. Aber dem ist Brigitte Riebe nicht nachgegangen, sondern hat aus ihm einen Langweiler gemacht, der Milla hinterherrennt wie ein Hund.

Die ganze Sache mit dem Vater und der Gondel war mehr als mysteriös. Hätte der Vater sich ein bisschen genauer ausgedrückt, wäre die Sache viel einfacher gewesen. Das Rätsel ist viel zu schwammig. Das hätte, wie Milla festgestellt hat, so ziemlich alles sein können.
Im Allgemeinen fällt Milla Vieles durch Zufall in die Hände und Luca taucht immer genau da auf, wo Milla ihn braucht oder sie ihn eben nicht braucht. Dass das vielleicht zu seinen Fähigkeiten gehört, wird nicht erwähnt.
Die Legende an sich ist auch etwas seicht. Da hätte die Autorin wirklich etwas mehr Aufwand in das Worldbuilding stecken können.

Schreibstil: Ich hatte nur selten das Gefühl, einen historischen Roman zu lesen. Die paar eingestreuten, alten Wörter haben daran nichts ändern können. Woran genau es lag, kann ich leider nicht benennen. Oft musste ich nach hinten zum Glossar blättern, was wirklich nervig ist. Wenn ein potentiell schwieriger Begriff das erste Mal aufkommt, sollte er kurz erklärt werden. Begegne ich diesem später nochmal, dann ist es tatsächlich praktisch, wenn ich nachschlagen kann.
In Venedig war ich schon oft, aber die Autorin schafft es einfach nicht, das Feeling richtig rüber zu bringen. Ihre Bemühungen sind manchmal fast krampfhaft. Außerdem beschreibt sie fast nur bekannte Sehenswürdigkeiten, was ich wirklich schade finde. Denn so sieht man die touristische (wenn auch historisch-touristische) Seite der Stadt und nicht, wie Venedig wirklich ist bzw. war.

Die Formulierungen sind oft sperrig, wollen nicht ineinander fließen. Das stört einfach beim Lesen. Die Autorin verwendet Ausrufezeichen geradezu inflationär. Manchmal schreien die Figuren oder rufen sich etwas zu, obwohl sie nebeneinander stehen.
Davon abgesehen sind die Kapitel viel zu lang, im Schnitt 20-30 Seiten oder sogar mehr. Das verleitet einfach nicht, nochmal schnell ein Kapitel zu lesen. Oft hat es mich einiges an Überwindung gekostet, das Buch wieder in die Hand zu nehmen.

Mein Fazit: Die Light-Version eines historischen Fantasy-Romans. Kann man lesen, muss man nicht.

Meine Bewertung: 3/5 Knöpfe

{German} Die Verratenen (Die Verratenen #1) Ursula Poznanski

Spannende Dystopie aus der Feder einer österreichischen Autorin.

Für Fans von: Divergent - Veronica Roth, Legend - Marie Lu, The 5th Wave - Rick Yancey, The Darkest Minds - Alexandra Bracken
Veröffentlichung: 2012
ISBN: 3785575467
Seiten: 464
Goodreads

Klappentext: Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Rias Leben könnte nicht besser sein. Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft. Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.


Meinung
Cover: Der Stil ist schlicht, ein wenig futuristisch, würde ich beinahe sagen, und harmoniert wunderbar mit dem abgebildeten Kastanienblatt. Das sagt auch schon viel über den Inhalt des Buches aus.

Inhalt: Da ich eher englische als deutsche Bücher lese und dieses Buch noch dazu aus Österreich kommt, habe ich mich sehr über diese Abwechslung gefreut. Die meisten Dystopien, die ich bisher gelesen habe, spielen in Amerika und sind nur darauf fokussiert. Wie ich schon in meinem Beitrag über Dystopien geschrieben habe, fragte ich mich dann immer: Was machen die in Europa? Sitzen die da einfach und sagen: "He, in Amerika lassen die wieder Kinder sich gegenseitig umbringen. Sollen wir was unternehmen?" - "Ach nee, solange sie uns in Ruhe lassen..."

Ich finde es daher toll, dass das Buch in Mitteleuropa spielt, zumindest nehme ich das an. Es gibt immerhin eine Sphäre die Vienna 2 heißt. Was sicher interessant wäre, ist eine Karte, auf der man sieht wo die Handlung spielt. Vielleicht ist irgendwas davon sogar in meiner Nähe (;
Jedenfalls kann Ursula Poznanski sehr wohl mit den Suzanne Collinses und Veronica Roths da draußen mithalten.

Die Charaktere sind leider etwas seicht geraten, bis auf Ria. Was vielleicht daran liegt, dass alles aus ihrer Sicht geschrieben ist, aber selbst da kann man den Nebencharakteren mehr Tiefe verleihen.
Ihre Beziehung zu Aureljo hat mich ein wenig verwirrt. Also, sie sind zusammen, aber irgendwie ist da keine Romantik. Er ist einfach ihr Freund. Da habe ich zwischen Ria und Sandor schon mehr knisternde Spannung erkannt. Eigentlich stört es mich gar nicht, dass es hier keine große Romanze gab. Das ist in den meisten Fällen sowieso überflüssig oder nicht gut ausgeführt.

Bis zuletzt war es wirklich spannend, wer denn nun der Verräter unter den Verratenen ist. Ich hätte es wirklich allen zugetraut, sogar Ria. Ja, und das obwohl sie die Ich-Erzählerin ist. Es hätte ja etwas in Richtung Der Kameramörder von Thomas Glavinic sein können.

Schreibstil: Ursula Poznanski schreibt sehr schlicht und unausgeschmückt, was wirklich gut zum Inhalt passt. Das Erzähltempo ist gerade richtig, sodass es nicht langweilig wird. Trotzdem hat es am Anfang ein wenig gedauert, bis ich in das Buch hineingefunden habe.

Obwohl wir viel über die Welt (oder vielmehr Welten), in der die Charaktere leben, erfahren, bleibt vieles doch noch im Dunkeln. Sehr mysteriös und das lädt auf jeden Fall dazu ein, auch noch die anderen beiden Teile zu lesen. Was ich bei Gelegenheit ganz sicher tun werde.

Mein Fazit: Obwohl ich kein Fan von Dystopien bin, konnte mich diese doch begeistern. Das sagt also schon viel über dieses Buch aus.

Meine Bewertung: 4/5 Knöpfe

{German} Die Längste Nacht - Isabel Abedi

Mystery ganz ohne Fantasy

Für Fans von: Pretty Little Liars - Sara Shepard
Veröffentlichung: 2016
ISBN: 3401061895
Seiten: 400
Goodreads

Klappentext: Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet - aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stößt in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße fällt. Auf den ersten Blick ist Luca für Vita etwas Besonderes, doch etwas an ihm und seiner Familie kann sie nicht fassen. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, an deren Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah - in jener längsten Nacht.


Meinung
Cover: Was man auf dem Bild nicht erkennen kann, ist, dass das Profil des Mädchens, das an einen Scherenschnitt erinnert, tatsächlich ausgeschnitten ist und das Gelb des Einbandes durchblicken lässt. Ich habe das Buch gebraucht gekauft, in sehr gutem Zustand, bin aber verwundert, dass von diesem Ausschnitt nichts aufgerissen war, weil das oft das erste ist, das kaputt wird.
Vor dem Lesen dachte ich, dass das Buch mehr mit Feuer zu tun haben würde. Die Längste Nacht passt auch irgendwie nicht zum Sommer, in dem das Buch spielt, weil da die Nächte eigentlich kurz sind. Am Ende ergibt zumindest der Titel Sinn.

Inhalt: Auf das Buch bin ich aufmerksam geworden, weil ich auf der Frankfurter Buchmesse bei einer Lesung von Isabel Abedi war, die eben dieses Werk vorgestellt hat. Davor habe ich noch nie ein Buch von ihr gelesen, habe aber von ihr gehört und weil ich Zeit hatte und neugierig war, bin ich hingegangen. Sie hat mehrere Stellen aus den ersten Kapiteln vorgelesen, die mein Interesse geweckt haben. Leider hatte ich kein Bargeld mehr dabei und konnte es mir nicht gleich kaufen und signieren lassen. Außerdem war die Schlange wahnsinnig lange. Im Großen und Ganzen nicht weiter schlimm.
Es hat dann doch noch einige Zeit gedauert, bis ich es gelesen habe, aber es war ganz gut, dass ich es mir für den Sommer aufgehoben habe. Dafür habe ich nur einen halben Tag gebraucht.

Angefangen hat es wie ein Roadtrip, quer durch Europa. Obwohl noch mehr Aufenthalte angekündigt sind, bleiben Vita und ihre beiden Freunde in Italien hängen. Besonders die Atmosphäre am Anfang hat mir sehr gut gefallen. Die drei haben die Schule abgeschlossen und nun steht ihnen die Welt offen. Dann ist da auch noch dieses mysteriöse Manuskript und die ungewöhnliche Beziehung zwischen Vita und ihren Eltern.

Was mir mitunter ein bisschen zu viel wurde, war das ganze Drama rund um Vitas Schwester. Natürlich ist das der zentrale Punkt der Geschichte, aber durch die ganzen Erzählungen wird sie auf ein Podest gehoben, als wäre sie ein Übermensch.
Mitunter ist es etwas eintönig, da Vita Vieles nur erzählt bekommt, was es über ihre Schwester zu wissen gibt. Besser wäre es gewesen, wenn Vita mehr von sich aus entdeckt hätte. Ansonsten fand ich das Rätsel rund um den Tod der Schwester sehr spannend, nur der letztendliche Grund kam mir fast schon zu banal vor.

Die Romanze war meiner Meinung nach nicht nötig. Es ist offensichtlich, dass die beiden ein Paar werden, gleich in dem Moment, in dem sie sich treffen. Wenn ein Junge auftaucht, der "so aussieht, als wäre er ein paar Jahre älter" als die weibliche Protagonistin, sollte das wirklich niemanden mehr überraschen. Isabel Abedi kann zwar spannend schreiben, aber die große Romantikerin scheint sie nicht zu sein. Ohne diese Liebesgeschichte wäre das Buch vielleicht etwas kürzer gewesen, aber das hätte mich nicht gestört.

Schreibstil: Isabel Abedi hat einen ganz eigenen Schreibstil. Jedes Wort scheint mit Bedacht gewählt worden zu sein und keines ist überflüssig. Sie beschreibt alles so lebendig, als wäre man selbst dort. Dabei baut sie auf alle Sinneseindrücke auf, ja, ich konnte das köstliche Essen beinahe schmecken und fast die Hitze auf meiner Haut spüren. Gut, an dem Tag war es auch wirklich heiß, aber das italienische Klima ist noch einmal anders. Hätte ich den Urlaub nach Italien nicht schon gebucht gehabt, hätte ich es nach diesem Buch bestimmt gemacht!

Toll ist es auch, dass die Autorin nicht irgendeine bekannte Großstadt als Schauplatz gewählt hat, sondern einen kleinen Ort, den es eigentlich gar nicht gibt. Aber jede_r kennt so ein Dorf in Italien und selbst wenn nicht, fühlt man sich sofort dorthin versetzt.

Mein Fazit: Ein spannender Roman, der sich schnell und flüssig lesen lässt.

Meine Bewertung: 4/5 Knöpfe

{English} Fire Study (Study #3) - Maria V. Snyder

(Zwischenüberschrift)

Review of part 1: Poison Study
Review of part 2: Magic Study

For fans of: Thrones of Glass - Sarah J. Maas, His Fair Assassin - Robin LaFevers
Publication: 2008
ISBN: 1848452411
Pages: 441
Goodreads

Blurb: The apprenticeship is over—now the real test has begun.

When word that Yelena is a Soulfinder—able to capture and release souls—spreads like wildfire, people grow uneasy. Already Yelena's unusual abilities and past have set her apart. As the Council debates Yelena's fate, she receives a disturbing message: a plot is rising against her homeland, led by a murderous sorcerer she has defeated before....

Honor sets Yelena on a path that will test the limits of her skills, and the hope of reuniting with her beloved spurs her onward. Her journey is fraught with allies, enemies, lovers and would-be assassins, each of questionable loyalty. Yelena will have but one chance to prove herself—and save the land she holds dear.




Opinion
Cover: This one is as simple as the others and I really like all of them. The title matches very well too, since fire is an important aspect here.

Content: I'm slightly disappointed. There wasn't much in here of what made me fall in love with the first book. I liked it better when the story was still set only in Ixia. Don't get me wrong, the story was still enjoyable, but it wasn't the same. The feeling of all of it was quite like the second book. Unfortunately there wasn't much new in here. Poison Study is still a special snowflake, while Fire Study is just like every High Fantasy novel ever.

I instantly liked Yelena in the first book, I wanted to be like her, but it was hard to relate to her here. So many conflicts could have been avoided, if she had just listened to others. Some scenes were really frustrating to read.
I'm still not the biggest fan of Valek and this book didn't change much. He's like the unimportant love interest from Hollywood blockbusters. Just there to support Yelena (but of course not all the time), cause drama and... well, be the love interest. Because somehow there has to be a steamy romance in all Fantasy novels. Just that it's not steamy.

The plot got confusing at some points, as if it wasn't planned through enough. I was missing the golden thread here. While I couldn't stop reading Poison Study and even Magic Study sometimes, I couldn't wait to finish Fire Study.

Writing Style: Everything felt drawn out, it was really slow in the beginning and the end. There were things that I liked, yes, but they were overshadowed by the boring parts. If the author would have increased the pacing, shortened all the lengthy parts and maybe put it into one novel with Magic Study, I'm sure it would have been much better.
There are many more books in this series, but back in 2008 Fire Study was supposed to be the conclusion of this trilogy. It is definitely missing the big BOOM that other third novels usually have.

My conclusion: Even though I'm not completely satisfied with this book, I'll continue reading the series. Just not immediately, maybe.

My rating: 3/5 Buttons

Wednesday, 26 July 2017

{English} Rebel of the Sands (Rebel of the Sands #1) - Alwyn Hamilton

On Thousand and One Night meet the Wild West

For fans of: Strange the Dreamer - Laini Taylor, Die Sturmkönige - Kai Meyer
Publication: 2016
ISBN: 0571325254
Pages: 358
Goodreads

Blurb: "Tell me that and we'll go. Right now. Save ourselves and leave this place to burn. Tell me that's how you want your story to go and we'll write it straight across the sand."

Dustwalk is an unforgiving, dead-end town. It's not the place to be poor or orphaned or female. And yet Amani Al'Hiza must call it 'home'. Amani wants to escape and see the world she's heard about in campfire stories. Then a foreigner with no name turns up, and with him she has the chance to run.
But the desert plains are full of dangerous magic. The Sultan's army is on the rise and Amani is soon caught at the heart of a fearless rebellion...
An epic story of swirling desert sands, love, magic and Revolution.


Opinion
Cover: You can't tell it from the photo, but the parts that are beige here are actually gold. It's both simple and magical, which is why I love it.
I coincidentally came across the german cover and was shocked. They absolutely white-washed Amani. Disgusting!

Content: As I wrote above, it's a mix of One Thousand and One Night and a Western. It's set in an oriental environment, at the edge of the desert, but has trains, guns and sharpshooters. That mix goes together surprisingly well.
The desert is swarming full of monsters and magical beasts, like Buraqi horses that can change into sand storms.

Women don't have much to say in this country, which is why Amani often dresses up as a boy. She lives a poor and simple life and dreams of fleeing from it.
There is a lot she has to figure out for herself, because in the begining she doesn't quite know what to do with her life. Only that she doesn't want to stay in Dustwalk and get to her aunt. But nothing goes as plannend and Amani has to change her route more than once.

Writing Style: I instantly liked Amani. She is a real fighter and doesn't give up. Even though her situation doesn't seem very hopeful to begin with. There's some relly good chemistry between her and Jin.
I like that she's not the selfless heroine, who only thinks about saving and protecting others. Probably because there's hardly anyone left. She fights for her dreams and hopes and never looks back, though she feels guilty sometimes.

The story has a lot of character developement, showing the world it is set in and just the right amount of action. The pacing is very balanced, which is probably why it doesn't get boring. The author's writing style is not too poetic, but that doesn't matter. No word seems like it is redundant.
The quote on the back is great, though my favourite is: Fire doesn't know good from evil any more than a bullet does.

My conclusion: Defintely a must-read!

My rating: 5/5 Buttons

Saturday, 15 July 2017

{German} Straßensymphonie - Alexandra Fuchs

Es waren einmal die Bremer Stadtmusikanten...

Für Fans von: dem Musical Cats, Märchen, Arkadien - Kai Meyer
Veröffentlichung: 2016
ISBN13: 9783959911795
Seiten: 376
Goodreads

Klappentext: Seit dem Tod meines Vaters hatte sich alles verändert. Eine Bühne betreten und singen – das würde ich nie wieder können, dessen war ich mir sicher.

Doch dann kam er.

Wirbelte alles durcheinander und brachte die Katze in mir zum Fauchen. Gestaltwandler hin oder her, für mich war er nur ein räudiger Straßenköter. Doch seine Band brauchte dringend eine neue Sängerin – und ich jemanden, der mir dabei half, die Musik wieder zu spüren.



Meinung
Cover: Das Bild passt perfekt zum Inhalt des Buches. In einer Szene trägt Kat sogar dieses Outfit. Nur dass das Model fast ein bisschen zu schlank ist, immerhin hat Kat Kleidergröße 42. Toll, dass sowas in einem Fantasybuch vorkommt, noch lieber hätte ich es auch auf dem Cover gesehen.
Als ich es das erste Mal gesehen habe, musste ich mich über diese symbolhafte Katze wundern. Hätte man nicht eine richtige Katze verwenden können, habe ich mich gefragt. Wenn man weiß, was es damit auf sich hat, macht es natürlich Sinn. Ein Fantasybuch hätte ich auch nicht vermutet, eher eine Contemporary Novel, vielleicht eine Geschichte über eine Straßenmusikerin. Was die Gitarre da zu suchen hat, weiß ich auch nicht. Kat kann doch gar nicht spielen, nur singen.

Inhalt: Der Klappentext ist ein wenig irreführend. Dieser Satz "Doch dann kam er." hat mich vermuten lassen, dass es wiedermal um ein mauerblümchenhaftes Mädchen geht, dessen Welt völlig auf den Kopf gestellt wird, nur weil irgendein geheimnisvoller, gutaussehender Typ auftaucht. Zum Glück ist das nicht der Fall! Nun, Levi wird tatsächlich als talentiert und perfekt (würg) (kotz) beschrieben, aber Kat hat zum Glück noch anderes im Kopf.

Kat ist eine bodenständige junge Frau mit einer tollen Stimme, die aber seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr Musik machen will. Eine sehr realistische und nachvollziehbare Situation. Außer dass Kat eine Gestaltwandlerin ist und gerne Mal in Form einer Katze um die Häuser zieht.
Sie arbeitet in einer Bar, die nur Wandler betreten dürfen und da begegnet sie den Bandmitgliedern von Night Cirkus. Zufällig suchen die gerade eine Sängerin.

Insgesamt gab es mir in dieser Geschichte ein paar Zufälle zu viel. Es lief teilweise einfach viel zu glatt ab. Verletzungen heilen schnell und ohne Nachwirkungen. Selbst dieser Musikwettbewerb in Bremen, an dem die Band teilnimmt, hält keine Hürden bereit.

Was ich aber schön finde ist, dass Levi Kat dazu bringt, wieder Musik zu machen. Dass er einfühlsam ist und ein gutes Gespür dafür hat, was sie wieder aufheitern kann. Insgesamt halte ich ihre Beziehung für eine recht ausgeglichene. Auch hier läuft es mir aber zu glatt ab. Anfangs können sie sich nicht ausstehen - er ein Hund und sie eine Katze. Sie vertragen sich viel zu schnell und plötzlich passen sie perfekt zusammen.

An sich fand ich die Idee nicht schlecht, aber das Buch hat mir einfach zu wenige Überraschungen bereit gehalten. Um ehrlich zu sein, habe ich von Anfang an geahnt, wer hinter unseren Bremer Stadtmusikanten her ist.

Schreibstil: Der Text lässt sich angenehm und schnell lesen, vor allem das erste Drittel. Ab der Hälfte wird es leider etwas zäh, vor allem die Handlung verliert stark an Spannung. Hätte ich an dem Tag nicht so viel Freizeit gehabt, hätte ich das Buch vermutlich zur Seite gelegt und keine Motivation gehabt, es zu Ende zu lesen. Die Charaktere waren zwar in Ordnung, sind mir aber nicht sonderlich ans Herz gewachsen.

Da das Buch aus Kats Perspektive geschrieben ist, erfahren wir nicht viel über das Gefühlsleben der anderen Hauptcharaktere. Sicherlich hätte sich das irgendwie lösen lassen. Vor allem Liz, Micah und viele andere Wandler wirken dadurch seicht und einseitig. Als hätten sie keine anderen Interessen, als Wandler zu sein und/oder Musik zu machen.
Levi hatte hin und wieder Wutausbrüche, die ich nicht ganz verstand. Auch waren Kats Gedankengänge oft nicht ganz nachvollziehbar. Vor allem in der zweiten Hälfte kam das öfter vor.

Die Welt der Wandler kam recht einseitig rüber. Die Legende, wie sie entstanden sind, wird zwar erklärt, nicht aber welche Funktion oder welches Ziel sie haben. Seltsam fand ich auch, den Begriff krigare, der einfach Krieger auf Schwedisch bedeutet. Es wird nie erklärt, wieso gerade ein schwedisches Wort verwendet wird und nicht einfach das deutsche Gegenstück. In meinen Ohren klingt das wie die Leute, die ständig englische Wörter in ihre Sätze einbauen, um intelligenter zu wirken oder einfach anzugeben.

Auch wenn die Autorin einen schlichten Schreibstil hat, schreibt sie gute Songtexte. An einigen Stellen hatte ich wirklich Gänsehaut! Ich stelle mir die Musik von Night Cirkus in etwa wie Glasperlenspiel vor.

Mein Fazit: Wenn man keine allzu hohen Erwartungen hat, kann man mit diesem Buch wirklich gut abschalten.

Meine Bewertung: 3/5 Knöpfe

Tuesday, 11 July 2017

{English} Lord of Shadows (The Dark Artifices #2) - Cassandra Clare

Cassandra Clare's Shadowhunter books are still not boring!

For fans of: all The Shadowhunter Chronicles books, fairies
Publication: 2017
ISBN: 1442468408
Pages: 701
Goodreads

Blurb: Would you trade your soul mate for your soul?

A Shadowhunter’s life is bound by duty. Constrained by honor. The word of a Shadowhunter is a solemn pledge, and no vow is more sacred than the vow that binds parabatai, warrior partners—sworn to fight together, die together, but never to fall in love.

Emma Carstairs has learned that the love she shares with her parabatai, Julian Blackthorn, isn’t just forbidden—it could destroy them both. She knows she should run from Julian. But how can she when the Blackthorns are threatened by enemies on all sides?

Their only hope is the Black Volume of the Dead, a spell book of terrible power. Everyone wants it. Only the Blackthorns can find it. Spurred on by a dark bargain with the Seelie Queen, Emma; her best friend, Cristina; and Mark and Julian Blackthorn journey into the Courts of Faerie, where glittering revels hide bloody danger and no promise can be trusted. Meanwhile, rising tension between Shadowhunters and Downworlders has produced the Cohort, an extremist group of Shadowhunters dedicated to registering Downworlders and “unsuitable” Nephilim. They’ll do anything in their power to expose Julian’s secrets and take the Los Angeles Institute for their own.

When Downworlders turn against the Clave, a new threat rises in the form of the Lord of Shadows—the Unseelie King, who sends his greatest warriors to slaughter those with Blackthorn blood and seize the Black Volume. As dangers close in, Julian devises a risky scheme that depends on the cooperation of an unpredictable enemy. But success may come with a price he and Emma cannot even imagine, one that will bring with it a reckoning of blood that could have repercussions for everyone and everything they hold dear.



Opinion
Cover: It matches the one of Lady Midnight perfectly, I can't decide which one I like best. The London skyline gives a hint on where the story will take us, though it's also set in Los Angeles, Faerie and Idris.

Content: There is so much going on here, I don't know where to start, especially without giving away too many spoilers.
I've waited a year for this sequel to an amazing opening and had to wait more than a month longer than the release date was. I wanted to read this so bad and luckily, I wasn't disappointed. When I started to read, it was like no time had passed at all. The story picks up seamlessly where Lady Midnight stopped. While reading I noticed how dear and familiar the Blackthorns, Emma and Christina had grown to me.

Emma and Julian try to stay away from eachother, but the author constantly puts them into situations where they have to share a bed with eachother. I roled my eyes more than once at that. Don't get me wrong, I ship them really hard, but those scenes didn't feel as authentic as others to me.

With Alec and Helen we've got homosexual characters, Magnus and Mark are bisexual and in Lord of Shadows we discover that there's also a transgender character in this story. I'm just not sure what to think of it, since it is used as a plot device.

Something I really disliked is the amount of love triangles. I hate love triangles and then there are at least two of them in just one book. I know, Cassandra Clare loves love triangles (as we saw in The Mortal Instruments and then there's a very special one in The Infernal Devices), but was that really necessary?

A new character, Zara Dearborn, was introduced and I hated her immediately. She and her Cohort are the most aweful thing I could think of right now. They reminded me of all those populistic political paries that are in the media right now. It's easy to blame others for your faults and that's what makes them so dangerous.

The whole story around Malcolm and Annabel was very intrigueing.
And the end. The end really killed me. It was painful, so very painful.

Writing Style: Lord of Shadows is the 14th Shadowhunter novel on my shelf. One might think it would get boring, but it's not. On the contrary, Cassandra Clare manages to improve her storytelling by each new series. The Dark Artifices feature a lot more crime novel aspects then the other books, which goes really well together with all that demon hunting.
We get to know even more parts of the Shadowhunter universe, like the Centurions, the fairy realms and the parabatai bond. There are still plenty of mystieries, so I hope everything will come clear in the last book of this trilogy, The Queen of Air and Darkness.

I love how there are so many Blackthorn siblings, but each of them is different, has their own interests. They might look alike, but that doesn't say anything about their minds.
There were many plotlines in this book, more than in the prequel, I think? Sometimes it was a tad too much, but in the end it always turned out to be necessary that this or that person's POV was shown. Even the younger Blackthorns and Kit had their important role.
It was just when Clary and Jace showed up that I thought: Come on guys, get out of the spotlight already! Well, Magnus and Alec were very present in the second half of this book, but there was a more valid reason to it. You can tell that Magnus Bane is Cassandra Clare's most favourite character and I honestly can't blame her for that.

It was nice to visit the London Institute again. All the little hints to previous residents and then there's Jessamine! I honestly can't wait for The Last Hours. When The Dark Artifices and The Last Hours were announced at the same time, I anticipated The Last Hours much more than The Dark Artifices, to be honest. Mainly because I liked The Infernal Devices more than The Mortal Instruments and London is much more awesome than Los Angeles.
Well, Cassandra Clare has shown me that LA can be the perfect place for a Shadowhunter novel too. She describes it very lively and catches the non-touristic side of it. If she writes of touristic places, she shows them from the point of view of locals, a fact that makes the city more realistic.
A big part of the story is set in the fairy realms. We've already seen glimpses of it, but here we get to know much more detail. The Unseelie Court is fascinating, certainly as much as the Seelie Court. I bet it's not the last time we've been to this place.

My conclusion: Even though I don't like Cassandra Clare as a person, I will buy all of her future Shadowhunter novels.
So... When is The Queen of Air and Darkness coming out?

My rating: 4/5 Buttons

Saturday, 8 July 2017

{English} Deep Blue (Waterfire Saga #1) - Jenniffer Donnelly

Under the sea...

For fans of: The Little Mermaid (Disney version, not Andersen fairytale)
Publication: 2014
ISBN: 1444921207
Pages: 336
Goodreads

Blurb: When Serafina, a mermaid of the Mediterranean Sea, awakens on the morning of her betrothal, her biggest worry should be about reuniting with handsome Prince Mahdi, her childhood crush. Instead she finds herself haunted by strange dreams foretelling the return of an ancient evil, and dealing with the deaths of her parents as assassins storm the betrothal ceremony, plunging the city into chaos. Led only by her shadowy dreams and pursued by the invading army, Serafina and her best friend Neela embark on a quest to avenge her parents' death and prevent a war between the mer nations. In the process they discover a plot that threatens their - and our - world's very existence.  


Opinion
Cover: This was an absolute cover buy; I found this remaindered book at a bookshop near my university and had to buy it immediately.

Content: The plot wasn't that special, but the setting definitely is and Jennifer Donnelly seems to have experience in telling a story. It's just that it's not a very good story and very predictable. It felt like every Disney Channel movie or series, probably because it has some connection to Disney.
The pacing was a bit too fast and things came to the main characters too easily.

The main characters are like every Disney princess ever, but not very relatable to me. Especially Serafina and Neela are very girly girls. Their only interests seem to be dresses and jewellry. The other "chosen ones" are very one-sided too. The girl with the red hair has fire powers. Who would have guessed.

In connection to that are plenty of stereotypes and cultural appropriation. The mermen from the waters near India wear turbans. How original. Besides, if they have lived 5000 years seperated from people living on land, why did they adapt to their clothing styles?

That's not the only thing that doesn't makes sense. If the merpeople have their own language, Mermish, why do they throw in so many words from other languages? All that Italian was really annoying (and I love Italian). There's a glossary at the end, but you'd have to go back and forth all the time. Again, they haven't been in contact with the humans in 5000 years and they're not supposed to get in contact with people on land. Then why bother learning their languages?

My conclusion: If you want a fluffy read and don't care for much depth, this is the book for you. Something you can read, but you're not missing out much, if you don't.

My rating: 3/5 Buttons

Sunday, 2 July 2017

{English} Norse Mythology - Neil Gaiman

Of pretentious gods and stupid giants.

For fans of: well... norse mythology
Publication: 2017
ISBN: 039360909X
Pages: 297
Goodreads

Blurb: Neil Gaiman has long been inspired by ancient mythology in creating the fantastical realms of his fiction. Now he turns his attention back to the source, presenting a bravura rendition of the great northern tales. In Norse Mythology, Gaiman fashions primeval stories into a novelistic arc that begins with the genesis of the legendary nine worlds; delves into the exploits of the deities, dwarves, and giants; and culminates in Ragnarok, the twilight of the gods and the rebirth of a new time and people. Gaiman stays true to the myths while vividly reincarnating Odin, the highest of the high, wise, daring, and cunning; Thor, Odin’s son, incredibly strong yet not the wisest of gods; and Loki, the son of a giant, a trickster and unsurpassable manipulator. From Gaiman’s deft and witty prose emerges the gods with their fiercely competitive natures, their susceptibility to being duped and to dupe others, and their tendency to let passion ignite their actions, making these long-ago myths breathe pungent life again.



Opinion
Cover: It's. So. Beautiful. Ermagherd. Look at Mjöllnir, what a beauty!
I got the Hardcover edition and I don't regret it at all.

Content: This book is basically Neil Gaimans very own retelling of norse myths. There isn't anything new to me in there, since I'm studying Scandinavian Studies. But it was a fun read and I couldn't detect any mistakes. The author has definitely done his research.
I've never been able to decide what story I like best. My faves are the one where Mjöllnir gets stolen and Thor and Loki have to dress up as women, then the one with Idunn's apples and Balder's death. Especially that scene where Thor kicks a dwarf into the fire, just because he's angry that Balder is dead and the dwarf only happened to walk by at the wrong moment. Classic Thor.

Writing Style: He keeps to the order of the stories (from the origin of everything to Ragnarök), but mixes different sources and adds his own interpretations. Not very scientific, but I'd say it's okay since those stories have been told orally over centuries and every teller has added their own style.
I also liked who he described the characters, because he only used facts that we know for certain and still wrote modern dialogues that sound so very like them.

My conclusion: This book is something everyone should have on their shelves.

My rating: 5/5 Buttons

{English} American Gods - Neil Gaiman

Wordy novel with all kinds of mythology.

For fans of: all kinds of mythology (especially norse mythology)
Publication: 2001
ISBN: 0747263744
Pages: 640
Goodreads

Blurb: Days before his release from prison, Shadow’s wife, Laura, dies in a mysterious car crash. Numbly, he makes his way back home. On the plane, he encounters the enigmatic Mr Wednesday, who claims to be a refugee from a distant war, a former god and the king of America.

Together they embark on a profoundly strange journey across the heart of the USA, whilst all around them a storm of preternatural and epic proportions threatens to break.

Scary, gripping and deeply unsettling, American Gods takes a long, hard look into the soul of America. You’ll be surprised by what – and who – it finds there...


Opinion
Cover: There are many different editions of this novel and this is the one I got. It's quite simple, the font too. I already guessed what the tree would mean before I started reading (; I guessed correctly.

Content: It took me a while to read this book, because I just couldn't get into it. The plot was very slow and I couldn't really identify with the characters.
Shadow was just being released from prison and he always seemed mysterious to me. I could never quite decide whether I should like him or not. Everything in this story only happend to him, he hardly ever took action himself. There weren't any goals in his life, probably because his wife died and he really loved her. I was never completely sure if he grasped what all those people he met were. He didn't know much about any kind of mythology, that's certain. But he took everything in, without much surprise.
I knew immediately who Mr Wednesday was. As a student of Scandinavian Studies that wasn't really a surprise. He is just like you would imagine him to be. A trickster who's always seducing young (hardly legally) women.

Writing Style: Speaking of women. There were hardly any female characters and if they did show up, they all wanted sex with Shadow. Or Wednesday. Or both. Over all, there was a lot of sudden sex happening, which often came out of the blue.
The road trip theme could have been something I liked, but it was very monotone, unfortunately. It was always driving from point A to point B and eating somewhere in between. There were many descriptions that are hard to imagine if you've never been to the USA before.
The mix of different mythologies was quite interesting, but just too much sometimes, in my opinion. It always seemed to be the same when Wednesday and Shadow visited the old gods: they were - well - old and forgotten.
Despite all my criticism, Neil Gaiman really knows how to tell a story. Actually, most of his other novels sound very interesting, so I might give him another chance.

My conclusion: I really hope the Netflix series is better.

My rating: 3/5 Buttons